• Kai Helmich

Oh Mann, wo sind meine Eier? Wo ist meine Burg?


Da muss man doch mal aufhorchen bei so viel Penisen. Penis hier und Penis da. Schwanz da und Cock dort. "Tri, tra trallala". Aber was ist eigentlich mit den Eiern? Wann haben wir aufgehört unseren Eiern einen Platz und einen Wert in dieser Gesellschaft zu geben.


In meinen Gesprächen mit Kunden muss ich Ihnen immer wieder den Fokus nehmen, weg vom bestmöglichst, steifem Glied und hin zu den Eiern.


Wobei der Penis doch nie gross genug zu seien scheint. Immer wird verglichen und bewertet und meist immer zieht man in dem eigenen Vergleich und in der persönlichen Bewertung den kürzeren.


Mit den Eiern ist das eine andere Sache, da gibt es keine fixe Richtschnur an der man messen kann. Hier geht es um etwas wahrhaftiges, etwas beständiges, das von Wert ist und ganz individuell vom Herzen kommt. Der Mann und somit auch das männliche Glied wird dafür hergenommen um etwas in der Welt zu tun, ja sogar etwas zu leisten. Leider meist um damit zu kämpfen! Ein Krieger ist jedoch in der heutigen Zeit zu einem Pleaser verstümmelt worden. Er kämpft für ein Ziel einer anderen. Er kämpft um die seelische, emotionale und körperliche Zufriedenheit seines Partners. Ein Don Quijote Unterfangen unaufhörlich gegen unüberwindbare Windmühlen zu kämpfen, aus dem einfachen Grund, jemals gut genug zu sein.


Auf der anderen Seite, Eier zu haben jedoch, bedeutet etwas für sich zu tun,. Sich erlauben “Mann” selbst zu sein. Und ein Mann ist seine Burg! Seine Festung in der Schlacht. Und wehe dem, der in dem Kampf der Geschlechter seinen Sitz in eine andere Burg platziert hat und nicht in seine eigene.


Wenn die Autonomität verloren gegangen ist, dann bleibt einem nichts anderes mehr übrig als brav zu dienen, mit seinem Schwert der Männlichkeit in jedem Kampf eines anderen mit beizutragen, wieviel Sinn es auch für jemanden selbst machen möge. Meist wird “Mann” dann auch noch mit Schmach belastet in dem “Mann” es persönlich nimmt wenn diese anderweitig vermeintlichen Kriege eines anderen verloren gegangen wurden. Da bleibt dann nicht mehr viel Zeit, Geduld und Kraft, geschweige denn Selbstvertrauen um seine eigenen drohenden Grabenkämpfe diplomatisch zu entschärfen oder authentisch seine Kriegsschauplätze nach rechtem Maß auszukämpfen.


So oft hat der Mann von Heute sich leider auf die Burg eines anderen fixiert ohne initial mit wahrhaftiger Arbeit das eigene Fundament zulegen, worauf die eigentliche Burg sich dann bauen ließe. Sich selbst kennenzulernen, sein wahres Ich herauszuarbeiten, seinen Körper zu meistern um daraus dann einen individuellen und gesamtheitlichen authentischen Ausdruck der Welt zu schenken; mit Körper, Geist und Seele. Eben eine Burg zu sein! Sich frei zu fühlen in seinen eigenen Gemäuern, dort authentisch zu leben, Liebe von ganzem Herzen zu schenken und sich dabei gut genug zu wissen um die Liebe eines anderen und dessen Dienst annehmen zu können.


Ein Prinz kämpft für eine Burg um die Hand einer Prinzessin. Ein König jedoch verbringt seine Zeit damit seine Macht Ausdruck zu verleihen und sich in den Dienst seines Volkes zu stellen. Und wenn er richtig dicke Eier bekommen hat dann co-regiert er und teilt nicht nur seine Burg sondern seine Macht mit einer Königin, die früher oder später sich in seiner Burg einfinden wird.


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